Um 17.28 Uhr den Weg nach oben angetreten

Welt / 13.06.2014 • 22:48 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Berchtesgaden. Nach fünf langen Tagen in 1000 Metern Tiefe ist die Bergung des verletzten Höhlenforschers Johann Westhauser aus der Riesending-Schachthöhle bei Berchtesgaden am Freitagnachmittag angelaufen. Im Punkt 17.28 Uhr informierte die Bergwacht Westhauser und seinen behandelnden Arzt mittels speziellem Textnachrichtenprogramm. “Transport startet jetzt”, lautete die Benachrichtigung. Wie lange die komplexe Bergungsaktion dauern wird, ist bisher noch unklar. “Höhle heißt warten”, so der Sprecher der Bergwacht Bayern, Stefan Schneider. Man gehe weiterhin von einer Woche aus, rechne aber mit Verzögerungen. Kopfzerbrechen bereitet den Experten vor allem das letzte Stück, ein extrem langgezogener, senkrechter Schacht.

Westhauser (52) war am Sonntag durch einen Steinschlag verletzt worden und erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma. Sein Zustand sei unverändert stabil, auch sei Westhauser ansprechbar, teilte die Bergwacht mit. Aber: “Der Patient ist noch lange nicht über den Berg, es können Komplikationen auftreten.” Nach bisherigem Kenntnisstand müsse der Forscher nicht in der Höhle operiert werden. “Bei diesem Verletzungsmuster sind Schwellungen zu erwarten, wir sind aber heute in einem Bereich, in dem nicht mehr mit Schwellungen zu rechnen ist”, so Schneider.

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