Bruder von Opfer sticht auf Vergewaltiger ein

Welt / 20.06.2014 • 22:36 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Freiburg. Mit 23 Messerstichen soll ein Teenager in Baden-Württemberg Selbstjustiz geübt und den mutmaßlichen Vergewaltiger seiner Schwester ermordet haben. Der 17-Jährige habe eine „sehr große Wut“ gehabt und die Gewaltattacke eingeräumt, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Dieter Inhofer am Freitag in Freiburg.

Der 27-jährige mutmaßliche Vergewaltiger war am Mittwochabend unter einem Vorwand auf einen Parkplatz in Neuenburg am Rhein an der Grenze zu Frankreich gelockt worden. Dort warteten der 17-Jährige, sein 48-jähriger Vater und ein 21 Jahre alter Freund auf den Mann. Die Staatsanwaltschaft wertet das Verbrechen als gemeinschaftlichen Mord. Die drei Männer kamen in Untersuchungshaft.

Der Getötete soll sich vor etwa einer Woche an der 26-jährigen Frau vergangen und danach vor der Polizei versteckt haben. Die Polizei hatte die Fahndung nach dem mutmaßlichen Vergewaltiger verdeckt geführt. Die Ermittler begründeten dies am Freitag unter anderem mit dem Schutz des Opfers und damit, dass sie nicht genau wussten, wo sich der Gesuchte aufhielt.

Die Eltern des 21 Jahre alten Verdächtigen hatten nach dem Angriff die Polizei alarmiert. Der Sohn sei nach Hause gekommen und habe von den Ereignissen auf dem Parkplatz berichtet.

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