Pestizide gefährden die Welternährung

Welt / 25.06.2014 • 22:48 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wien. Die weltweit am häufigsten verwendeten Insektizide haben – laut einer im Guardian veröffentlichten, wissenschaftlichen Studie über die Umweltauswirkungen von Neonicotinoiden und Fipronil – den Planeten so durchdringend kontaminiert, dass die weltweite Nahrungsmittelproduktion in Gefahr ist. 29 internationale Wissenschafter analysierten vier Jahre lang im Rahmen eines internationalen Forschungsprogramms wissenschaftliche Arbeiten über systemische Insektizide aus der Gruppe der Neonicotinoide und Fipronil. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass sich diese Chemikalien in den Böden, im Wasser und damit in fast allen Lebensräumen anreichern und zu einem Rückgang von Bienen, anderen Bestäubern, wasserlebenden Insekten, Insekten fressenden Vögeln und Bodenorganismen führen. Da drei Viertel der Pflanzen von Bestäubern abhängig sind und überdies auch Organismen geschädigt werden, die für die Bodengesundheit von entscheidender Bedeutung sind, stelle der Einsatz dieser Pestizide eine Gefährdung der weltweiten Lebensmittelproduktion dar.
„Es ist dringend notwendig, die konventionelle Landwirtschaft aus der Abhängigkeit der chemischen Industrie herauszuführen, um die Ernährung der Weltbevölkerung zu sichern und unsere Lebensräume zu schützen“, kommentierte Helmut Burtscher, Global-2000-Umweltchemiker die Studie.

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.