Primark-Arbeiter nähen Hilferuf in Kleidung ein

Welt / 26.06.2014 • 22:45 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

London. Die britische Billigmode-Kette Primark ist erneut wegen der Arbeitsbedingungen bei der Herstellung ihrer Produkte in die Kritik geraten. Eine Primark-Kundin aus Belfast in Nordirland hatte einem BBC-Bericht zufolge erklärt, in einer bei der Kette gekauften Hose sei ein Zettel eingenäht gewesen, versehen mit der in asiatischen Schriftzeichen verfassten Klage einer Arbeitskraft.

In der Notiz macht der Schreiber geltend, er und seine Kollegen müssten „wie Ochsen“ arbeiten. Das Essen, das ihnen zur Verfügung gestellt werde, wäre für Tiere ungenießbar. Darüber stehen in lateinischer Schrift die Worte „SOS! SOS! SOS!“.

Der Vorwurf ist der dritte gegen Primark innerhalb weniger Tage, wie mehrere britische Medien am Mittwoch gleichlautend berichteten. Vor Kurzem war im walisischen Swansea ein eingenähter Zettel in einem Kleid aufgetaucht, der die Aufschrift trug: „ . . . forced to work exhausting hours“ (etwa: … zur Arbeit bis zur Erschöpfung gezwungen . . . “). Eine weitere Primark-Kundin hatte einen Zettel mit der Aufschrift „degrading sweatshop conditions“ („erniedrigende Bedingungen in einer Knochenmühle“) in ihrem Kleid vorgefunden.

Primark kündigte der BBC gegenüber eine Untersuchung der Vorfälle an.

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