Mysteriöse Bluttat auf Drogenparty in Graz

Welt / 29.06.2014 • 22:38 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Mysteriöse Bluttat auf Drogenparty in Graz

Bei einer Party dürfte es in Graz zu einer Vergewaltigung und einem Mord gekommen sein.

graz, budapest. Medienberichten zufolge ist am vergangenen Wochenende im Keller eines Mehrparteienhauses im Bezirk Geidorf eine Drogenparty völlig aus dem Ruder gelaufen. Angeblich hatte ein 16-Jähriger aus Villach seinen gleichaltrigen Bekannten mit vorgehaltener Waffe gezwungen, ein 14-jähriges Mädchen zu vergewaltigen. Danach nahm der Bursche ein Kleinkalibergewehr und erschoss den Anstifter, offenbar aus Rache. Wie es heißt, sind später bei einer Hausdurchsuchung tatsächlich zwei Gewehre und zwei Gaspistolen gefunden worden.

Nach der Bluttat brachte der Täter das Missbrauchsopfer zu Freunden, wo er die Vorgänge schilderte. Er weihte auch seinen im selben Haus wohnenden Großvater ein. Dieser verständigte jedoch nicht die Polizei, sondern half seinem Enkel bei der Entsorgung der Leiche. Die beiden wickelten den Toten in ein Stück Teppich und fuhren nach Ungarn, wo sie die Leiche unmittelbar nach der österreichischen Grenze bei Rabafüzes vergraben haben sollen.

Das Auto, das zum Transport der Leiche benutzt wurde, ist angeblich in Niederösterreich gefunden worden. Die Polizei habe darin einen Reisekoffer mit einem blutigen Teppich entdeckt, berichteten österreichische Zeitungen. Ob die Leiche gefunden wurde oder nicht, darüber gibt es unterschiedliche Informationen. Über den Tathergang gibt es auch eine zweite Version: Die andere Variante, der die Ermittler offenbar nachgehen, besagt, dass der Schütze selbst der 14-Jährigen Gewalt antat und der gleichaltrige Villacher dazwischengehen wollte.

Informationssperre

Laut den Berichten waren sowohl der Erschossene als auch der mutmaßliche Todesschütze und sein Großvater polizeibekannt, der 16-jährige Festgenommene auch wegen Gewalttätigkeiten. Beide sind geständig. Das 14-jährige, schwer traumatisierte Opfer soll sich mittlerweile in psychologischer Behandlung in der Landesnervenklinik Sigmund Freud befinden.

Seitens der Staatsanwaltschaft Graz wurde eine Informationssperre „aus kriminaltaktischen Gründen“ verhängt, die Aufhebung werde laut Sprecher Hansjörg Bacher frühestens am heutigen Montag erfolgen.

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