Bisher isoliert lebende Ureinwohner besucht

Welt / 01.08.2014 • 20:17 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Gruppe hat sich wieder in den Dschungel zurückgezogen.

Die Gruppe hat sich wieder in den Dschungel zurückgezogen.

Brasilia. Sie sind bis auf den Lendenschurz nackt, mit Pfeil und Bogen bewaffnet, stoßen Pfiffe aus und ahmen Tierlaute nach: In einem Video hat die brasilianische Indianerbehörde einen der ersten Kontakte von bisher isoliert lebenden Indigenen mit der Außenwelt dokumentiert. Die Aufnahmen zeigen, wie die Ureinwohner am Envira-Fluss in Nordbrasilien an der Grenze zu Peru aus dem Dschungel treten und Mitglieder des Ashaninka-Stamms treffen. In dem Video bietet einer der Ashaninka in Sportshorts den Fremden Bananen an, diese reagieren jedoch zunächst misstrauisch. Dann packen sie rasch die Bananenstauden und treten zurück. Die Gruppe hat sich inzwischen wieder in den Dschungel zurückgezogen.

Nach Experten-Angaben spricht die bisher unbekannte Gruppe, die aus etwa 50 Menschen bestehen soll, eine Variante der Pano-Sprachen. In der Gruppe sind laut Correia Grippe und Diphtherie ausgebrochen, einige Todesfälle infolge der Krankheiten habe es nach Berichten der Ureinwohner bereits gegeben. Die Regierung entsandte ein Ärzteteam, um sieben Betroffene zu behandeln.