Erdbeben erschüttert Südwesten Chinas

Welt / 03.08.2014 • 22:22 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

peking. Beim stärksten Erdbeben seit Jahren in Chinas südwestlicher Provinz Yunan sind mindestens 367 Menschen getötet worden. Mindestens 1881 Menschen wurden verletzt, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua und Berufung auf Rettungskräfte berichtete. Das Beben der Stärke 6,5 ereignete sich laut Chinas Erdbebenwarte am Sonntag um 16.30 Uhr Ortszeit.

Seit 14 Jahren hat es laut CCTV kein Beben mehr in dieser Intensität in der Provinz Yunan gegeben. Das Epizentrum lag in der Gemeinde Ludian in der Nähe der Stadt Zhaotong, rund 300 Kilometer von der Provinzhauptstadt Kunming entfernt. Mindestens 12.000 Gebäude wurden laut Xinhua zerstört. Weitere 30.000 Häuser wurden beschädigt. Chinas Erdbebenwarte registrierte 44 Nachbeben von der Stärke 5 und stärker.

In den sieben Dörfern von Ludian leben rund 267.000 Menschen. Die gesamte Region um die Stadt Zhaotong kommt auf etwa sieben Millionen Einwohner. Die Anwohnerin Ma Liya sagte: „Ich habe noch nie so eine starke Erschütterung gespürt.“ Die Straßen sähen wie nach einem Bombenangriff aus. Das neugebaute, zwei Stockwerke hohe Haus ihres Nachbarn sei einfach zusammengefallen. “Überall sind Ruinen”, wird die Frau zitiert.

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