Freiwillige behindern Bergung nach Beben

Welt / 07.08.2014 • 22:33 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Peking. Nach dem schweren Erdbeben in Südwestchina haben Rettungskräfte über den Einsatz freiwilliger Helfer geklagt. Viele seien nach den schockierenden Bildern über das stärkste Erdbeben seit Jahren in der Provinz Yunnan in die Region aufgebrochen. Aber die selbsternannten Helfer verschlimmerten die Situation im Erdbebengebiet nur.

Gerade junge Menschen hätten sich auf den Weg zu den Dörfern in der Nähe des Epizentrums gemacht, sagte ein Einsatzleiter dem Sender CCTV. Mit ihren Autos blockierten sie nun die ohnehin stark beschädigten Straßen in die Unglücksregion in der Gemeinde Ludian, rund 370 Kilometer nordöstlich der Provinzhauptstadt Kunming. Die Freiwilligen seien zwar hoch motiviert, aber sie hätten keine Ahnung, wie eine Bergung ablaufe. Sie erreichten die Region mit wenigen Nahrungsmitteln und seien dann selbst auf die ohnehin knappen Hilfsgüter angewiesen. Sogar Chinas Staatsrat schaltete sich ein. „Anstatt die Arbeit der Profis vor Ort zu behindern, sollten engagierte Bürger lieber für die Erdbebenopfer Geld spenden.“

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.