Krebskranker Bub in Spanien gefunden

Welt / 31.08.2014 • 22:47 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

london, malaga. Die internationale Suche nach einem krebskranken Fünfjährigen aus England ist in Spanien zu Ende gegangen. Seine Eltern hatten den Jungen aus einem Krankenhaus in Southampton geholt, woraufhin die britische Polizei ihre ausländischen Kollegen um Hilfe bat. Das Kind sei im spanischen Malaga gefunden worden und befinde sich in einem Kinderkrankenhaus, sagte ein Polizeisprecher in Southampton.

Die Eltern würden von der Polizei befragt, sagte der Sprecher weiter. Der Vater hatte ein Video ins Internet gestellt, auf dem er die Gründe für die Flucht aus Großbritannien darlegt. Das an einem Hirntumor leidende Kind solle nach Auffassung der Eltern mit einer Protonentherapie behandelt werden. Diese werde vom staatlichen Gesundheitssystem NHS in Großbritannien nicht angeboten.

Die Eltern hatten den Fünfjährigen am Donnerstag vergangener Woche aus dem Krankenhaus geholt und hatten mit ihm die Fähre nach Frankreich bestiegen. Die britische Polizei hatte daraufhin eine internationale Suche eingeleitet und sogar einen EU-weiten Haftbefehl erwirkt. Sie begründete das damit, dass der Junge künstlich ernährt werden müsse und die Batterien für das Gerät zur Nahrungszufuhr fast leer seien. Der Vater nannte die Suchaktion „lächerlich“.

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