Früher Wintereinbruch in USA fordert Todesopfer

Welt / 19.11.2014 • 22:42 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Ungewohnt heftige Schneefälle in Buffalo im Bundesstaat New York halten Einsatzkräfte in Atem.

New York. Ein Mensch kam bei einem Autounfall ums Leben, drei Menschen erlitten beim Schneeschaufeln einen Herzinfarkt, einer wurde tot in einem Auto entdeckt, hieß es nach offiziellen Angaben. Zwei weitere Menschen kamen demnach in den Bundesstaaten New Hampshire und Michigan ums Leben.

In Buffalo fiel mehr als ein Meter Schnee. Bürgermeister Byron Brown sprach von der größten Masse an Schnee seit mehr als 40 Jahren. „Es wird eine Weile dauern, den wegzuschaufeln“, sagte Brown. Autobahnen mussten zeitweise geschlossen werden. Die Polizei versorgte betroffene Autofahrer mit Decken. Einige Fahrer ließen ihre Autos auf den Schnellstraßen stehen, Menschen übernachteten bei der Polizei.

100 Autos in Schneemassen

Eine Frauenbasketballmannschaft blieb 24 Stunden lang in ihrem Bus am Straßenrand im Schnee stecken. Pausenlos waren Räumfahrzeuge im Einsatz, um die Schneemassen wegzuschaufeln. Die Autobahn 90, eine Hauptverkehrsader im Bundesstaat New York, musste über eine Strecke von mehr als 200 Kilometern komplett gesperrt werden. Wann sie wieder öffnen würde, blieb zunächst unklar. Laut einem NBC-Bericht steckten mehr als 100 Autos im Schnee fest, einige für mindestens eineinhalb Tage.

Prognose für Rekordkälte

Die USA verzeichneten am Dienstag den kältesten Morgen im Monat November seit 1976, sagte Meteorologe Ryan Maue der Zeitung „USA Today“. Temperaturen lagen in den USA außer Alaska und Hawaii im Schnitt bei minus sieben Grad Celsius. Eine solche Wetterlage sei normalerweise erst im Jänner oder Februar zu erwarten. Meteorologen erwarteten für heute in vielen Teilen des Landes eine Rekordkälte. Der US-Wetterdienst sagte auch für Donnerstag weitere Schneefälle voraus. Bis Freitag könnten mancherorts fast zwei Meter Schnee fallen.