„Sewol“: Zehn Jahre Haft für Reederei-Chef

Welt / 20.11.2014 • 22:30 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Seoul. Kurz nach dem Urteil gegen den Kapitän der untergegangenen Fähre „Sewol“ hat ein Gericht in Südkorea auch gegen den Chef der Reederei eine mehrjährige Haftstrafe verhängt. Das Bezirksgericht in Kwangju verurteilte den 71-jährigen Kim Han Sik am Donnerstag wegen fahrlässiger Tötung, Verletzung des Gesetzes für die sichere Schifffahrt sowie Untreue zu zehn Jahren Haft. Bei dem Schiffsuntergang im April 2014 kamen rund 300 Menschen ums Leben. Hintergrund der Katastrophe soll Profitgier gewesen sein.

Der Hauptgeschäftsführer von Chonghaejin Marin habe einen Umbau der Fähre und ihre regelmäßige Überladung zu verantworten. Diese Dinge hätten zur Katastrophe beigetragen, so der Richter.