Erdbeben in China und Japan fordern Tote

Welt / 23.11.2014 • 22:34 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
In Hakuba (Japan) stürzten mehr als zehn Häuser ein. Mindestens 40 Menschen wurden verletzt. Foto: Reuters
In Hakuba (Japan) stürzten mehr als zehn Häuser ein. Mindestens 40 Menschen wurden verletzt. Foto: Reuters

Zwei Erdbeben haben am Wochenende Ostasien erschüttert und dabei mehrere Menschenleben gefordert.

Peking/Tokio. Fünf Tote und Dutzende Verletzte: Das ist die traurige Bilanz der schweren Erdbeben, die am Wochenende Teile der chinesischen Provinz Sichuan sowie Zentraljapan erschüttert haben.

Ein Erdbeben der Stärke 6,3 hat am Samstag (Ortszeit) in der dünn besiedelten und abgelegenen Region des Bezirks Kangding in der Provinz Sichuan fünf Menschenleben gefordert. Vom Erdbeben betroffen seien rund 80.000 Menschen, mehr als 25.700 Häuser seien beschädigt worden, hieß es am Sonntag. Von 54 Verletzten befinden sich sechs in kritischem Zustand, teilten örtliche Behörden mit. Unter den Verletzten befanden sich laut Angaben der Polizei 42 Volksschüler aus Tagong. In der Schule brach Panik aus, und es gab eine Massendrängelei. Das Epizentrum lag in einer Tiefe von 14,6 Kilometern 30 Kilometer von Kangding. In der Stadt und Umgebung leben knapp 130.000 Menschen.

Dutzende Verletzte gab es auch bei einem starken Beben in Zentraljapan. In der Ortschaft Hakuba, wo 1998 die Olympischen Winterspiele ausgetragen worden waren, stürzten mehr als zehn Häuser ein, wie japanische Medien berichteten. Das Beben der Stärke 6,8 hatte am Samstag (Ortszeit) den Norden Naganos getroffen. Dem Sender NHK zufolge erlitten mindestens 40 Menschen in der 280 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Tokio gelegenen Region teils schwere Verletzungen. Einige Medien berichteten von 57 Verletzten. Dutzende Bewohner mussten die Nacht in Notunterkünften verbringen.

Das in der Nachbarprovinz Niigata gelegene Atomkraftwerk Kashiwazaki-Kariwa, mit einer Kapazität von 8,2 Millionen Kilowatt das leistungsstärkste der Welt, wurde nach Angaben des Betreibers Tepco nicht beschädigt. Das Atomkraftwerk ist wie alle anderen Meiler im Land in Folge der Atomkatastrophe in Fukushima im März 2011 derzeit noch immer abgeschaltet.