Eine Million Österreicher macht ihre Arbeit krank

Welt / 24.11.2014 • 22:41 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Statistik Austria erhob Gesundheitsrisiko im Berufsleben.

wien. Eine Million Menschen in Österreich klagen über eine durch die Arbeit verursachte Gesundheitseinschränkung. 3,3 Millionen – acht von zehn Erwerbstätigen – sind am Arbeitsplatz zumindest einem körperlichen und/oder psychischen Risikofaktor für eine Erkrankung ausgesetzt. Diese am Montag präsentierten Daten hat die Statistik Austria bei der Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung im Jahr 2013 erhoben.

Sieben von zehn Erwerbstätigen gaben körperliche Risikofaktoren an, vier von zehn beschwerten sich über zumindest ein psychisches Risiko. Die am meisten genannte körperliche Überbeanspruchung war Anstrengung der Augen. Als häufigste psychische Belastung wurde von gut 38 Prozent großer Zeitdruck bzw. Überbeanspruchung angegeben. Besonders viele von psychischen Belastungen Betroffene gibt es im Gesundheitswesen (51,2 Prozent). Im Verkehrswesen trifft das auf 46,7 und in
der Kommunikationsbranche auf 48,9 Prozent zu, im öffentlichen Dienst und in der Finanzbranche gab es jeweils fast 44 Prozent Betroffene.

Arbeiten unter starker Beanspruchung macht viele krank: 15,6 Prozent (rund eine Million Menschen) aller erwerbstätigen und jemals erwerbstätigen Personen (das sind insgesamt 6,5 Millionen Menschen) gaben zumindest eine arbeitsbedingte Beeinträchtigung ihrer Gesundheit an. Als schwerwiegendste Folge nannte beinahe ein Drittel Rückenprobleme, etwa ein Fünftel berichtete über Beschwerden mit dem Nacken, den Schultern, Armen oder Händen. Etwas weniger oft wurden Stress, Depressionen oder Angstzustände, Lungen- oder Atemprobleme sowie Herzprobleme angegeben.