Gift aus Zementwerk verseuchte Milch

Welt / 27.11.2014 • 22:54 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Klagenfurt. Milch und Futter aus dem Kärntner Görtschitztal sind mit Hexachlorbenzol (HCB) belastet. Das Umweltgift stammt wahrscheinlich aus dem Zementwerk Wietersdorf in Klein St. Paul, so der Werksleiter. Über Emissionen gelangte das HCB in den Futterkreislauf, in den Kühen sammelte sich das Gift, bis letztlich in der Rohmilch Grenzwertüberschreitungen festgestellt wurden. Bis zu 35 Betriebe mit mehreren Hundert Kühen sind betroffen, die Milch kam allerdings nicht in den Verkauf. „Dass HCB eine Belastung im Blaukalk ist, war weder uns noch den Behörden bekannt,“ sagte Berndt Schaflechner, der Leiter des Zementwerks. Seit Juli 2012 wird in dem Werk Blaukalk im Produktionsprozess verwertet.