Amerikanerin will von ÖBB 20 Millionen Dollar

Welt / 29.01.2015 • 22:38 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Innsbruck. Die ÖBB sehen sich womöglich mit einem millionenschweren Schadenersatzverfahren vor einem US-Gericht konfrontiert. Eine Amerikanerin, der 2007 nach einem Unfall am Bahnhof in Innsbruck beide Beine teilweise amputiert werden mussten, verlangt von der Bahn 20 Millionen Dollar Schadenersatz, berichtete der „Kurier“. Die Frau war laut ÖBB beim Versuch, einen abfahrenden Zug zu besteigen, unter die Räder des Zuges gekommen.

Im Frühjahr soll es nun laut dem Bericht zu einer Anhörung der Parteien vor einem Supreme Court in den USA kommen. Dieser habe eine Anhörung zugelassen. Die ÖBB verwiesen darauf, dass es nach wie vor lediglich um die Klärung des Gerichtsstandes gehe. Die ÖBB dürften an sich nur geklagt werden, wenn sie eine Niederlassung in den Vereinigten Staaten hätten. Der Supreme Court in Kalifornien will sich aber deswegen der Sache annehmen, weil die Bahn durch den Verkauf eines Eurail-Tickets im Online-Shop an „kommerziellen Aktivitäten in den USA beteiligt“ gewesen sei, hieß es im „Kurier“. Damit könnte auch die Immunität ausländischer Staatsfirmen aufgehoben werden. Die Klägerin begründete die Zuständigkeit des amerikanischen Gerichts damit, dass sie ihre Fahrkarte bei Rail Pass Experts in den USA via Internet gekauft und ihren Wohnsitz in den Vereinigten Staaten habe, teilten die ÖBB mit.