Bei Touristen beliebtes Dorf verschüttet

Welt / 05.05.2015 • 22:37 Uhr / 1 Minuten Lesezeit
Soldaten nehmen bei einer Bergungsmission im Langtang-Tal, das von einer gewaltigen Schlammlawine heimgesucht wurde, teil.  Foto: Reuters
Soldaten nehmen bei einer Bergungsmission im Langtang-Tal, das von einer gewaltigen Schlammlawine heimgesucht wurde, teil. Foto: Reuters

Kathmandu. Zehn Tage nach dem verheerenden Erdbeben mit über 7500 Toten in Nepal suchen Bergungstrupps immer noch nach verschütteten Leichen. Am Dienstag wühlten sich Helfer im Langtang-Tal durch Zehntausende Tonnen Erde einer Schlammlawine. Diese hatte in einem Wandergebiet nach dem Beben vom 25. April mindestens 60 Menschen in den Tod gerissen, darunter mindestens neun Ausländer. Anwohner befürchten bis zu 200 Tote. „Das gesamte Dorf ist durch den Erdrutsch ausgelöscht worden“, sagte der Regierungsbeamte Gautam Rimal im Bezirk Rasuwa. „Es gab hier einmal 60 Häuser, aber sie wurden alle unter den Trümmern begraben. Es wird unmöglich sein, alle Leichen zu bergen.“

Das Langtang-Tal liegt etwa 60 Kilometer nördlich der Hauptstadt Kathmandu. Wegen der guten Sicht auf den Himalaya ist es bei Touristen ein beliebtes Ziel.