Petition von Babys für bessere Luft in Indien

30.09.2015 • 20:46 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Neu-Delhi. Im Namen dreier Babys wollen indische Eltern für bessere Luft in der smoggeplagten Hauptstadt Neu-Delhi sorgen. Eine entsprechende Petition zum Verbot von Feuerwerken wurde beim Obersten Gericht des Landes eingereicht – sechs Wochen vor dem berühmten Lichterfest der Hindus. Beim mehrtägigen Diwali-Fest brennen Einwohner Neu-Delhis Tag und Nacht Feuerwerke ab. Die Folge ist beißender Rauch am Himmel über der Stadt, der als der weltweit schmutzigste gilt.

Die Eltern argumentieren, dass Kinder besonders unter Luftverschmutzung litten. In Indien dürfen Minderjährige über ihre Eltern Petitionen vor Gericht einbringen, wenn ihre Grundrechte bedroht sind.

Grundrecht auf saubere Luft

Kinder hätten ein Grundrecht auf saubere Luft, heißt es in der Eingabe. Das Thema Luftverschmutzung und CO2-Emissionen steht vor dem Klima-Gipfel Ende des Jahres in Paris international ganz oben auf der politischen Agenda.

Einer im vergangenen Jahr veröffentlichten Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge hat Neu-Delhi unter 1600 überprüften Städten die höchste Feinstaubkonzentration in der Luft, sie ist sogar höher als die in Peking.