Lebenslange Haft für Mord an Ex-Freundin

Welt / 13.10.2015 • 22:51 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

graz. Am Grazer Straflandesgericht ist am Dienstag ein 31-Jähriger wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Er soll heuer im Jänner seine Ex-Freundin getötet haben. Laut Staatsanwältin Katharina Tauschmann soll er das Ende der Beziehung nicht verkraftet haben. Der Mann war von Anfang an geständig, zeigte aber kaum Reue. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Der Angeklagte und das 25-jährige Opfer hatten sich schon mehr als ein Jahr vor dem Tod der Frau getrennt, trotzdem hatten sie Kontakt. Sie wollte wieder heiraten, was ihr Ex-Freund offenbar nicht verkraftete.

Er suchte die Putzfrau an ihrem Arbeitsplatz auf, dabei kam es zu einem Kampf. Laut Gerichtsmedizinerin Regina Gatternig schlug er seiner Ex-Freundin auf den Kopf und würgte sie. Als er schon gehen wollte, sah er sein Messer am Boden liegen, ging zurück und stach zu. Erst diese Messerstiche waren laut Gutachten tödlich. Der Angeklagte wurde von der psychiatrischen Sachverständigen Adelheid Kastner als zurechnungsfähig bezeichnet.

Die Geschworenen befanden den 31-Jährigen einstimmig des Mordes für schuldig. Er wurde wegen der „besonders grausamen, qualvollen Tat“, so Richter Martin Wolf, zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Verteidiger kündigte Berufung an, die Staatsanwältin gab keine Erklärung ab.