Ohio setzt Exekutionen zwei Jahre lang aus

Welt / 20.10.2015 • 23:10 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

washington. Wegen Engpässen bei den Medikamenten für Giftmischungen hat der US-Bundesstaat Ohio die Vollstreckung der Todesstrafe bis 2017 ausgesetzt. Die Hinrichtungen von zwölf Verurteilten seien verschoben worden, teilte die Strafvollzugsbehörde am Montag mit. Es sei in den vergangenen Jahren „außerordentlich schwierig“ geworden, die Medikamente für die Giftcocktails zu beschaffen, erklärte die Behörde. Eine Reihe qualvoller Hinrichtungen hatte im vergangenen Jahr eine Debatte über die in den USA verwendeten Giftcocktails ausgelöst. Die Behörden greifen auf kaum erprobte Mischungen zurück, weil sich europäische Pharmafirmen weigern, das Betäubungsmittel Pentobarbital zu liefern.