Für „Kaukasus-Emirat“ gesammelt: Prozess

Welt / 21.10.2015 • 23:12 Uhr / 1 Minuten Lesezeit
Dem gebürtigen Tschetschenen wird vorgeworfen, seit 2011 in ganz Europa Spenden für die Extremistengruppe lukriert zu haben. Foto: APA
Dem gebürtigen Tschetschenen wird vorgeworfen, seit 2011 in ganz
Europa Spenden für die Extremistengruppe lukriert zu haben. Foto: APA

Wien. Unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen hat am Mittwoch im Wiener Landesgericht ein Prozess gegen einen mutmaßlichen Islamisten, der seit 2011 für das „Kaukasus-Emirat“ Spenden in Höhe von mehr als 400.000 Euro gesammelt haben soll, begonnen. Der gebürtige Tschetschene erklärte sich vor dem Schöffensenat nicht schuldig. Die Anklage legt dem 37-jährigen Aslanbek I. Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung und Terrorismusfinanzierung zur Last. In ganz Europa soll er laut Staatsanwältin Stefanie Schön finanzielle Mittel über Kuriere und Mitglieder der 2007 gegründeten Extremistengruppe „Kaukasus-Emirat“ – unter anderem für Waffen – zukommen haben lassen.

Sein Mitangeklagter, der Neffe des 37-Jährigen, bekannte sich ebenfalls nicht schuldig. Die Verhandlung soll heute, Donnerstag, zu Ende gehen.