Heftiges Erdbeben erschüttert Hindukusch

Welt / 26.10.2015 • 22:56 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Mit einer Stärke von 7,5 hat ein Erdbeben gestern Teile Afghanistans, Pakistans und Indiens zerstört.   Foto: reuters
Mit einer Stärke von 7,5 hat ein Erdbeben gestern Teile Afghanistans, Pakistans und Indiens zerstört.  Foto: reuters

Mehr als 200 Menschen verlieren bei schwerem Beben in Pakistan und Afghanistan ihr Leben.

kabul. Ein schweres Erdbeben der Stärke 7,5 hat die Hindukusch-Region getroffen und mehr als 200 Menschen getötet. Stromnetze und Kommunikationsverbindungen brachen in Teilen Pakistans, Afghanistans und Nordindiens zusammen, Häuser stürzten ein, Straßen wurden blockiert. Überall rannten Menschen in Panik auf die Straßen. In einer Schule in der nordafghanischen Provinz Takhar löste das Beben eine Massenpanik aus, bei der mindestens zwölf Schülerinnen starben.

Erde bebte mehr als eine Minute

Die Zahl der Toten allein in Pakistan stieg bis gestern Nacht auf mehr als 200, es gab Hunderte Verletzte. Viele Menschen wurden von herabfallenden Trümmerteilen getroffen. Das Beben habe länger als eine Minute gedauert und schwere Schäden angerichtet, sagte ein Augenzeuge der Deutschen Presse-Agentur. Die betroffene Region ist das Dreiländereck von Afghanistan, Pakistan und Tadschikistan.

In Pakistan forderte die Regierung Streitkräfte, Polizisten und lokale Beamte dazu auf, alle verfügbaren Kräfte zu mobilisieren. Ein Augenzeuge in Abbottabad berichtete, in seiner Region seien mehrere Erdrutsche ausgelöst worden. Erdrutsche blockierten auch die Hauptverbindungsstraße zwischen Pakistan und China. Nach Angaben der Verkehrsbehörde steckten Tausende Reisende in der abgelegenen Region fest. Die Erschütterungen waren bis in die Hauptstadt Neu-Delhi und in die nepalesische Hauptstadt Kathmandu zu spüren.