20 Jahre Haft für Mord an einem Pensionisten

Welt / 28.10.2015 • 22:44 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

innsbruck. Der Prozess im Fall eines in seiner Innsbrucker Wohnung erstochenen Pensionisten (63) im November vergangenen Jahres ist am frühen Mittwoch mit einem Schuldspruch zu Ende gegangen. Der 45-jährige Nachbar des Getöteten fasste wegen Mordes und Brandstiftung 20 Jahre Freiheitsstrafe aus. Das Urteil war nicht rechtskräftig. Staatsanwaltschaft und Verteidigung gaben keine Erklärung ab.

Das Urteil der Geschworenen fiel einstimmig aus. Sie erklärten den Angeklagten für schuldig und zurechnungsfähig. Der 45-Jährige soll nun in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen werden, da Psychiater Reinhard Haller in seinem Gutachten von einer negativen Zukunftsprognose für den 45-Jährigen gesprochen hatte und er mit hoher Wahrscheinlichkeit in Zukunft ähnliche Taten begehen könnte. Der Angeklagte hatte sich am ersten Verhandlungstag vergangenen Mittwoch vor Richter Andreas Mair schuldig bekannt.

Der Pensionist starb laut einem gerichtsmedizinischen Gutachten an erheblichem Blutverlust. Die Leiche des getöteten Mannes habe insgesamt 13 Schnitt- und Stichverletzungen am Rücken und am Hals aufgewiesen. Beim Brand, den der 45-jährige Beschuldigte nach der Tat entfacht hatte, habe das Opfer nicht mehr gelebt, meinte der Gutachter.