Lebenslange Haft für Mord an Taxilenkerin

Welt / 05.11.2015 • 22:57 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

wels. Ein 47-Jähriger, der im April in Gunskirchen (Wels-Land) eine 56-jährige Taxi-Lenkerin mit zahlreichen Messerstichen getötet hat, ist am Donnerstag im Landesgericht Wels zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Zudem wird er in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen. Er nahm das Urteil an, die Staatsanwaltschaft verzichtete auf Rechtsmittel, damit ist es rechtskräftig. Nur das Geständnis wurde vor dem Geschworenengericht als mildernd gewertet. Erschwerend  war die Tatsache, dass der Angeklagte sieben Vorstrafen aufzuweisen hatte. Bereits in jungen Jahren tötete er seine Freundin. Nach Verbüßung einer langjährigen Haftstrafe folgten weitere Straftaten. So richtig frei habe er sich nur im Gefängnis gefühlt, sagte er vor Gericht. Zuletzt war er im Februar aus der Haft entlassen worden. Am 20. April ließ sich der Mann mit einem Taxi von Linz nach Wels fahren. Dort tötete er die Lenkerin mit zahlreichen Messerstichen und stahl ihre Aktentasche. Dem 47-Jährigen wurden Bilder aus einer Überwachungskamera sowie DNA-Spuren zum Verhängnis. Wenige Tage nach der Tat wurde er in einem Welser Hotel festgenommen. Die psychiatrische Sachverständige Adelheid Kastner bezeichnete ihn als „jemanden, vor dem man die Gesellschaft schützen muss“, er sei „ein Psychopath, ärger geht‘s nicht“.