Drogenboss „El Chapo“ hält die Polizei auf Trab

08.11.2015 • 21:47 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Buenos Aires, Santiago de Chile. Vor fast vier Monaten ist der Chef des Sinaloa-Kartells aus einem mexikanischen Hochsicherheitsgefängnis getürmt. Seine Verfolger waren ihm schon einmal dicht auf den Fersen, doch dann verlor sich seine Spur.

Großfahndung in den Anden

Am Wochenende dann wieder eine Großfahndung, diesmal in den Anden: Polizisten in Argentinien und Chile suchen in der Grenzregion beider Länder Südamerikas nach dem flüchtigen mexikanischen Drogenboss Joaquín „El Chapo“ Guzman. Zuvor hatte es Gerüchte gegeben, dass der mächtige Kartellchef in der Andenregion Zuflucht gesucht habe. Schwerbewaffnete Polizisten durchsuchten am Samstag am Ortseingang der argentinischen Ortschaft La Angostura alle Autos, wie die Zeitung „Clarín“ berichtete. Auch am Grenzübergang Cardenal Samore wurde demnach verstärkt kontrolliert. „Bis jetzt haben wir keine Hinweise darauf, dass er nach Chile gekommen ist“, zitierte die Zeitung „La Tercera“ den Staatssekretär im chilenischen Innenministerium, Mahmud Aleuy.

Guzman gilt als der mächtigste Drogenhändler der Welt. Am 11. Juli war er aus einem Hochsicherheitsgefängnis im Zentrum von Mexiko entkommen. Er floh durch einen 1,5 Kilometer langen Tunnel aus der Haftanstalt El Altiplano.