Müttersterblichkeit weltweit gesunken

Welt / 12.11.2015 • 22:45 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Genf. Immer weniger Mütter sterben in der Schwangerschaft, während der Geburt oder in den ersten Wochen danach. Die Müttersterblichkeit habe sich weltweit in den vergangenen 25 Jahren dank vielfältiger Anstrengungen fast halbiert, teilten die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Weltbank am Donnerstag mit.
Während 1990 den Angaben zufolge noch 532.000 Mütter starben, werden es 2015 Schätzungen zufolge 303.000 sein. Die deutlichen Fortschritte seien aber nicht genug. „Wir wissen, dass wir diese Todesfälle praktisch beenden können – und das ist das neue Ziel bis 2030“, sagte ein Experte der WHO. Der Studie zufolge starben rund zwei Drittel der Frauen in Afrika südlich der Sahara. Nach wie vor verzeichnen Entwicklungsländer 99 Prozent aller Fälle von Müttersterblichkeit.

Dennoch gebe es eine deutliche Verbesserung. In Afrika südlich der Sahara gingen die Todesfälle demnach um 45 Prozent zurück. Während 1990 bei 100.000 Geburten im Schnitt noch fast 1000 Frauen starben, lag die Quote zuletzt bei 546.

Entscheidend für weitere Verbesserungen seien der Zugang zu einer guten Gesundheitsversorgung, verbesserte Hygiene, verschiedene Vorsorgemaßnahmen und die Risikominimierung von schweren Blutungen bei der Geburt, hieß es.