Sexueller Missbrauch: Haftstrafe für Lehrerin

17.11.2015 • 22:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

leoben. Eine 31-jährige Lehrerin aus der Steiermark ist am Dienstag in Leoben wegen schweren sexuellen Missbrauchs von mehreren Schülern zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Die Pädagogin hatte ihr Autoritätsverhältnis ausgenutzt und unter anderem mit den Minderjährigen Sex gehabt. Zudem machte sie von den Handlungen Handy­aufnahmen. Staatsanwaltschaft und Verteidigung kündigten Strafberufung an. Die Frau soll laut ihrem Verteidiger in einem dreimonatigen „psychotischen“ Schub im Frühjahr 2015 Beischlaf oder gleichzusetzende Handlungen mit den 13- und 14-jährigen Burschen und Mädchen vollzogen haben. Sie war geständig. Der Prozess wurde unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelt. Das Schöffengericht befand sie im Fall von vier Schülern für schuldig, im Falles eines weiteren Kindes wurde die Lehrerin freigesprochen.

Sie fasste ihre Haftstrafe nicht nur wegen des sexuellen Missbrauchs, sondern auch wegen pornografischer Darstellung von Minderjährigen aus. Außerdem verhängte das Gericht ein Tätigkeitsverbot auf unbestimmte Zeit: Die 31-Jährige darf daher keine vergleichbaren Tätigkeiten wie Erziehung, Ausbildung oder Beaufsichtigung von Kindern ausüben. Das Urteil ist wegen der angekündigten Berufungen nicht rechtskräftig.