Ausnahmezustand nach Schlammlawine

18.11.2015 • 21:55 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Eine giftige Schlammlawine hat nach einem Deichbruch in einem Eisenerz-Bergwerk ein Bergarbeiterdorf unter sich begraben.  Foto: AFP
Eine giftige Schlammlawine hat nach einem Deichbruch in einem Eisenerz-Bergwerk ein Bergarbeiterdorf unter sich begraben. Foto: AFP

Rio de Janeiro. Knapp zwei Wochen nach einer giftigen Schlammlawine in Brasilien ist für mehr als 200 Kommunen in der betroffenen Region der Ausnahmezustand ausgerufen worden. Mit der Maßnahme soll der Wiederaufbau vorangetrieben und erleichtert werden, teilte die Regierung von Minas Gerais mit.

Der Notstand gelte für 180 Tage in den Regionen entlang des Flusses Rio Doce sowie in den von der Schlammlawine direkt betroffenen Gemeinden. Vor zwölf Tagen waren im Südosten Brasiliens zwei Dämme eines Klärbeckens mit giftigen Überresten der Bergwerksindustrie gebrochen. Der Schlamm hatte ein Bergarbeiterdorf unter sich begraben, mehr als 17 Menschen getötet und den Doce auf 500 Kilometern Länge verschmutzt. Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff kündigte an, dass ihre Regierung an einem Rettungsplan für den Fluss, seine Flora und Fauna arbeite.