Festnahme nach Fund von Bombenattrappe

Welt / 21.12.2015 • 22:31 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

paris. Nach der Aufregung über die Bombenattrappe in einem Air-France-Flug erlebten die Ermittler eine Überraschung. Die verdächtige Schachtel könnte von einem ehemaligen Kollegen stammen. Der Mann sei nach der Ankunft in Frankreich festgenommen worden, teilte die Staatsanwaltschaft am Montag im Pariser Vorort Bobigny mit. Nach zwölf Stunden Befragung kam er wieder frei.

Einem Beamten der Staatsanwaltschaft zufolge ist der Verdächtige Ende 50 und war früher Mitglied der Anti­terroreinheit Recherche Assistance Intervention Dissuasion (Raid). Die Festnahme erfolgte nach einer Anzeige von Air France wegen fahrlässiger Gefährdung. Er war laut Staatsanwaltschaft Passagier des Fluges von Mauritius nach Paris und steht im Verdacht, die Attrappe in einem Waschraum deponiert zu haben. Bei dem verdächtigen Objekt handelte es sich um eine Schachtel aus Karton und Pappe mit einer Digitaluhr. Nachdem sie entdeckt worden war, leiteten die Piloten eine Notlandung in Mombasa in Kenia ein. Alle 459 Passagiere und 14 Mannschaftsmitglieder wurden in Sicherheit gebracht. Der Gegenstand erwies sich als ungefährlich. Bereits zum vierten Mal wurde Air France in jüngster Zeit Opfer eines falschen Bombenalarms. In Frankreich herrscht seit den Terroranschlägen vom 13. November Ausnahmezustand.