Dengue- und Zikaviren breiten sich weiter aus

Welt / 17.01.2016 • 22:38 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Brasilia, Bogotá. Infektionen mit dem Dengue- und dem Zikavirus sind in Teilen Südamerikas deutlich gestiegen.Für die Übertragung der Erreger sind bestimmte Stechmücken verantwortlich.

In Brasilien ist im vergangenen Jahr die Zahl der registrierten Dengueinfektionen auf 1,649 Millionen gestiegen. Die neuesten Daten des Gesundheitsministeriums zeigen eine Zunahme um 178 Prozent im Vergleich zu 2014. Insgesamt 843 Menschen starben an dem Virus – im Jahr davor waren es nur 473.

Die Krankheit kann unter anderem die Gelenke angreifen, Fieber verursachen und im schlimmsten Fall zum Tod führen. Ein Heilmittel gibt es nicht, nur die Symptome können gelindert werden. Ende Dezember ließ Brasilien erstmals einen Impfstoff gegen das Denguefieber zu.

Reisewarnung

In Kolumbien infizierten sich Tausende Menschen mit dem Zikavirus, das möglicherweise für Fehlbildungen bei Babys verantwortlich sein könnte. Seit Oktober 2015 seien 11.613 Ansteckungen nachgewiesen worden.
Die US-Gesundheitsbehörde CDC (Centers for Disease Control and Prevention) riet Schwangeren von Reisen nach Lateinamerika und in die Karibik ab. Insgesamt warnte die Behörde vor Reisen in 14 Länder und Regionen, darunter Brasilien, Kolumbien und Mexiko.