„Philae“ hat seine Mission beendet

Welt / 12.02.2016 • 16:47 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Köln. Das Minilabor „Philae“ hat auf dem entfernten Kometen „Tschuri“ seinen ewigen Winterschlaf begonnen. Die Europäische Raumfahrtagentur Esa und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben den Kontakt zu „Philae“ am Freitag offiziell für beendet erklärt. Das Team werde keine Kommandos mehr an „Philae“ senden und die Chance, dass der Landeroboter welche sende, tendierten gegen Null, sagt „Philae“-Projektleiter Stephan Ulamec vom DLR.

Zu kalt für Technik des Labors

Der Komet, der eigentlich „67P/Tschurjumow-Gerassimenko“ heißt, entfernt sich in den nächsten Jahren immer weiter von der Sonne. Es wird auf dem Brocken nun viel zu kalt für die Technik des Labors.

Einen einzigen Wunsch hat der Chef für den Esa-Flugbetrieb, Paolo Ferri, noch: Er hätte gerne ein Abschiedsbild von dem kleinen Lander. Doch dafür muss die Muttersonde „Rosetta“, die den Kometen umkreist, rechtzeitig in die richtige „Schussposition“ kommen, bevor die Lichtverhältnisse schlechter werden. „Im März haben wir noch genug Licht in der Ecke, wo wir „Philae“ vermuten“, sagt Ferri. „Wir würden gerne wissen: Was ist wirklich passiert? Ist er umgekippt, ist er mit Staub bedeckt und spricht er deshalb nicht mehr?“, sagt Ferri.