Flammeninferno fordert über 100 Todesopfer

Welt / 10.04.2016 • 20:29 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Flammen brachte das Gebäude zum Einsturz. Noch immer wird unter den Trümmern nach Überlebenden gesucht. Foto: AP
Die Flammen brachte das Gebäude zum Einsturz. Noch immer wird unter den Trümmern nach Überlebenden gesucht. Foto: AP

Ein nicht genehmigtes Feuerwerk in einem indischen Tempel zum hinduistischen Neujahr endet in einer Tragödie.

Neu-Delhi. Bei einem durch ein ungenehmigtes Feuerwerk ausgelösten Brand sind in einem Tempel in Südindien mehr als 100 Menschen getötet worden. Mindestens 250 weitere wurden in den der Nacht auf Sonntag verletzt, wie der Innenminister des Bundesstaates Kerala, Ramesh Chennithala, sagte. Tausende Menschen waren in dem Tempelkomplex in dem Dorf Paravoor zu einem Hindu-Fest zu Ehren einer Göttin zusammengekommen.

Für den Feuerwerkswettbewerb hatte es in diesem Jahr von den Bezirksbehörden keine Genehmigung gegeben. Der Oberste Gerichtshof des Staates hatte zuvor Anweisungen erteilt, wie Feuerwerkskörper bei Tempelanlagen gelagert werden müssen – in mindestens 100 Metern Entfernung von den Gebäuden. Ein hochrangiger Polizist, Loknath Behera, sagte, die Verantwortlichen des Tempels in Paravoor hätten sich über diese Anweisungen hinweggesetzt. Chennithala sagte, das Unglück sei durch Funkenschlag ausgelöst worden. Dadurch haben sich Feuerwerkskörper entzündet, die im Puttingal-Tempel gelagert worden sind. Es sei zu einer großen Explosion gekommen. Der Tempel stand innerhalb von Minuten in Flammen. Der Brand habe sich schnell ausgebreitet und viele Menschen eingeschlossen. Die meisten der Menschen sind ums Leben gekommen, als das Gebäude, in dem die Feuerwerkskörper gelagert hätten, zusammengestürzt sei, hieß es.

Aufnahmen örtlicher Fernsehsender zeigten große Wolken weißen Rauchs, die aus dem Tempel aufstiegen. Feuerwerkskörper flogen in den Nachthimmel. In dem Gebäude, in dem die Feuerwerkskörper gelagert wurden, gab es weitere Explosionen.

Bis zum Morgen bekam die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle. Helfer waren auf der Suche nach Überlebenden. Bagger schoben die Trümmer beiseite. Krankenwagen brachten die Verletzten in Krankenhäuser.