Ölunfall verschlimmert Fischsterben vor Chile

Welt / 17.05.2016 • 22:47 Uhr / 1 Minuten Lesezeit
Ein chilenischer Fischer watet durch Massen toter Sardinen, die angespült wurden. Foto: AP
Ein chilenischer Fischer watet durch Massen toter Sardinen, die angespült wurden. Foto: AP

Santiago. Vor der Küste Chiles führt eine dramatische Algenvermehrung seit zwei Wochen zum Sterben Tausender Muscheln, Krebse, Fische und Seehunde rund um die Insel Chiloé. Es kam zum Phänomen eines rotgefärbten Wassers („marea roja“), viele Meerestiere erstickten. Die Farbe entsteht bei einer bestimmten Planktonzusammensetzung. Algen produzieren Gifte und führen zu Sauerstoffarmut im Wasser, was das Ersticken vieler Tiere zur Folge hat. Wissenschaftler sehen als einen Grund die Wassererwärmung im Pazifik durch das Klimaphänomen El Niño.

Ein Ölunfall im Pazifik hat die Katastrophe weiter verschlimmert. In der Bucht von Quintero, rund 120 Kilometer von der Hauptstadt Santiago entfernt, riss bei einem Tankschiff der Schlauch ab, so dass Öl ins Meer strömte, wie das Unternehmen Enap mitteilte. Wie viel, war zunächst unklar.