Kalifornien hat große Grundwasserreserven

Welt / 27.06.2016 • 22:34 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Stanford. Im dürregeplagten Kalifornien gibt es einer Studie zufolge deutlich mehr Grundwasser als angenommen, jedoch tief in der Erde. Allein im Central Valley seien die unterirdischen Süßwassermengen mit 2700 Kubikkilometern fast dreimal so groß wie bisher geschätzt, berichten Geologen der Stanford University. Im Central Valley wächst, meist künstlich bewässert, einer großer Teil der US-Produktion von Obst, Gemüse und Nüssen.

Die nun ins Spiel gebrachten Vorkommen liegen in wasserführenden Gesteinsschichten, sogenannten Aquiferen, bis zu 3000 Meter tief unter der Erdoberfläche. Sie seien entsprechend aufwendig zu fördern und außerdem durch potenzielle Verschmutzungen wegen Öl- und Gasbohrungen bedroht, berichten Mary Kang und Robert Jackson.

Seit fünf Jahren Dürre

Zudem sei ein Teil des Wassers relativ salzhaltig und müsste selbst zur Bewässerung zunächst aufbereitet werden. In der Regel nimmt der Salzgehalt von Grundwasser zu, je tiefer es im Erdreich lagert. Für ihre Studie nutzten Kang und Jackson Daten von zahlreichen Öl- und Erdgaslagerstätten sowie Bohrlöchern im US-Staat. Kalifornien wird bereits im fünften Jahr von einer extremen Dürre heimgesucht. Seit 2014 hat Gouverneur Jerry Brown den Wassernotstand erklärt.