Silvio S. bricht sein Schweigen vor Gericht

Welt / 19.07.2016 • 22:41 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Potsdam. Der mutmaßliche Kindermörder Silvio S. hat am Dienstag völlig überraschend vor Gericht sein Schweigen gebrochen und seine Schuld am Tod der beiden Jungen Mohamed (4) und Elias (6) eingeräumt. Zweieinhalb Minuten lang verliest der abgemagerte 33-Jährige eine Entschuldigung. Sie ist handschriftlich. Er spricht in seinem Potsdamer Mordprozess mit brüchiger, leiser Stimme und kämpft immer wieder mit den Tränen. „Ich möchte mich eigentlich nur entschuldigen bei all denen, denen ich mit meinen Taten Leid zugefügt habe, bei den Familien und Freunden von Elias und Mohamed“, sagte der 33-Jährige. Der mutmaßliche Kindermörder schließt mit den Worten: „Egal wie das Urteil auch ausfällt: Die Verantwortung für die schrecklichen Taten und den Tod von Mohamed und Elias wird immer bleiben, genauso die Gewissheit, dass ich das nicht wiedergutmachen kann.“

Urteil nächste Woche

Die Anklage wirft dem mutmaßlichen Täter vor, im vergangenen Jahr die beiden Jungen entführt, missbraucht und ermordet zu haben. Der Staatsanwalt fordert lebenslange Haft und Sicherungsverwahrung. Auch aus Sicht der Verteidiger wird ihr Mandant nicht um eine lebenslange Haftstrafe herumkommen. Das Strafmaß soll in der nächsten Woche verkündet werden.