Über 350.000 fordern Loveparade-Prozess

19.07.2016 • 20:41 Uhr / 1 Minuten Lesezeit
Das Landgericht Duisburg hatte im April die Anklage gegen zehn Beschuldigte wegen zahlreicher Mängel nicht zur Hauptverhandlung zugelassen.
Das Landgericht Duisburg hatte im April die Anklage gegen zehn Beschuldigte wegen zahlreicher Mängel nicht zur Hauptverhandlung zugelassen.

Duisburg. Sechs Jahre nach der Duisburger Loveparade-Katastrophe setzen sich mehr als 350.000 Unterzeichner einer Petition für einen Strafprozess ein. Am kommenden Montag wollen Hinterbliebene die lange Unterschriftenliste mit der Forderung nach juristischer Aufklärung an das Oberlandesgericht in Düsseldorf übergeben, wie Anwalt Julius Reiter am Dienstag mitteilte. Die Initiatorin der Petition hatte bei dem Unglück am 24. Juli 2010 mit 21 Toten und mehr als 600 Verletzten ihren Sohn verloren. In dem Aufruf im Internet appelliert sie an das Oberlandesgericht, doch noch ein Strafverfahren zu eröffnen. Das Landgericht Duisburg hatte im April die Anklage gegen zehn Beschuldigte wegen zahlreicher Mängel nicht zur Hauptverhandlung zugelassen. Ohne einen Strafprozess werde es nicht zu einer lückenlosen Aufklärung der Umstände von damals kommen, ist sie überzeugt.