Mutter ließ ihre Kinder unnötig operieren

16.08.2016 • 20:40 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

London. Um sich staatliche Hilfen von über 400.000 Euro zu erschwindeln, hat eine Frau aus London ihre Kinder jahrelang unnötig medizinisch behandeln lassen. Dafür wurde sie nun von einem Gericht nach Medienberichten zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt. Unter anderem ließ sie den Kindern zur künstlichen Ernährung Schläuche in den Magen legen. Die 49-Jährige habe über zehn Jahre hinweg Ärzte angelogen und unter anderem behauptet, ihre Kinder, ein Junge und ein Mädchen, hätten beide schwere Essprobleme und litten an Asthma und Autismus, hieß es.

Die Staatsanwaltschaft hatte der Frau in dem Verfahren „außerordentliche Grausamkeit“ vorgeworfen, weil ihre Kinder unnötig schmerzhafte und unangenehme Eingriffe über sich ergehen lassen mussten. Zudem hätten sie Medikamente erhalten, die sie nicht brauchten.

Ärzte getäuscht

Insgesamt habe sich die Frau, die 2013 festgenommen worden war, innerhalb von zehn Jahren Finanzhilfen in Höhe von 375.000 Pfund (430.000 Euro) erschwindelt, berichtete der Sender BBC. Unklar war zunächst, wie die Frau die Ärzte über Jahre hinters Licht führen konnte. Die Richterin Elizabeth Smaller meinte, offenbar habe die Frau mehrere Krankenhäuser konsultiert und die Ärzte hätten sich nicht abgesprochen.