Sohn von Drogenboss „El Chapo“ entführt

17.08.2016 • 20:46 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Puerto Vallarta. In einer spektakulären Aktion haben Bewaffnete den Sohn des inhaftierten mexikanischen Drogenbarons Joaquin „El Chapo“ Guzman entführt. Sie fuhren mit Pick-up-Trucks vor einem Edelrestaurant im Pazifik-Badeort Puerto Vallarta vor, stürmten das Gebäude und nahmen insgesamt sechs Menschen als Geiseln mit, wie Staatsanwalt Eduardo Almaguer  mitteilte. Unter den Verschleppten sei auch der 29-jährige Sohn des Drogenbosses, Jesus Alfredo Guzman Salazar. Der Staatsanwalt vermutet ein rivalisierendes Drogenkartell hinter der Tat: Die Organisation Jalisco Nueva Generacion hatte zuletzt ihren Einfluss deutlich ausgebaut und die Sicherheitsbehörden in den vergangenen Monaten immer wieder mit Angriffen und Überfällen herausgefordert.

Drei weitere Opfer wurden inzwischen ebenfalls identifiziert. Alle am Tatort aufgefundenen Ausweispapiere der Verschleppten waren demnach gefälscht.

Das Drogenkartell Jalisco Nueva Generacion ist seit 2010 in Puerto Vallarta aktiv. Es entstand nach dem Tod des dortigen Anführers des Sinaloa-Kartells, Ignacio „Nacho“ Coronel, und entwickelte sich zu einem der mächtigsten Drogenkartelle Mexikos. Die Behörden fürchten nun einen neuen Bandenkrieg zwischen Jalisco Nueva Generacion und Guzmans Sinaloa-Kartell.