Chemikalien-Waggons stürzen in Fluss

19.08.2016 • 20:45 Uhr / 1 Minuten Lesezeit
Offenbar hielten die Waggons dicht: Der Flusswasser soll nicht verschmutzt worden sein. Foto: Reuters
Offenbar hielten die Waggons dicht: Der Flusswasser soll nicht verschmutzt worden sein. Foto: Reuters

Santiago. Das südamerikanische Land Chile ist wohl nur knapp einer Umweltkatastrophe entgangen: Sieben Zugwaggons mit ätzenden Chemikalien und Erdöl sind beim Einsturz einer Brücke im Süden Chiles in einen Fluss gerutscht.

Der Güterzug mit 50 Wagen querte am Donnerstag den Fluss Tolten bei der Ortschaft Pitrufquen, als die Brücke in sich zusammenbrach, wie die chilenische Katastrophenschutzbehörde Onemi mitteilte. Der Lokführer konnte einen Großteil der Wagen abkoppeln, das Zugpersonal blieb unversehrt. Die ins Wasser gestürzten Waggons hatten ätzendes Natriumhydroxid, Chlorat und Erdöl geladen. Ersten Analysen zufolge sei das Flusswasser nicht verschmutzt worden. Die Brücke war 1890 gebaut worden.

Der Fluß Tolten liegt in der Seenregion Chiles und ist sehr fischreich. Nach 123 Kilometern mündet er in den Pazifik.