Miami bestätigt Zika-Virus auf US-Festland

21.08.2016 • 20:26 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

miami. Die Behörden des US-Bundesstaates Florida haben eine lokale Übertragung und Ausbreitung des Zika-Virus in der Region Miami bestätigt. Gouverneur Rick Scott sagte, das Virus breite sich sowohl in Miami Beach aus, als auch in einer nördlichen Gegend der Stadt. Neu daran wäre die lokale Ausbreitung auf dem US-Festland selbst – und nicht über Reisende, die infiziert aus Zika-Regionen zurückkehren.

Gesundheitsexperten hatten schon länger befürchtet, dass Gelbfiebermücken (Aedes aegypti), die das Virus in sich tragen, eine Ausbreitung der Infektion in den USA zur Folge haben könnten. Zuvor hatten sich Betroffene im Land nur bei Reisen in von Zika betroffene Regionen oder beim Sex mit einem infizierten Partner angesteckt.

Das betroffene Gebiet in Miami Beach schließt auch den vibrierenden, stets mit Menschen vollgepackten Touristendistrikt South Beach ein. Unter den neu Infizierten in Miami Beach sind den Angaben zufolge auch Feriengäste.

Die neue Entwicklung führte dazu, dass die US-Gesundheitsbehörde CDC nun auch Schwangeren von Reisen nach Miami Beach abrät. Das ist für die wichtige Tourismusindustrie der Stadt eine schlechte Nachricht, noch bleiben die Gäste jedoch nicht aus. Das Virus kursiert derzeit vor allem in Mittel- und Südamerika und der Karibik.