Großeinsatz wegen „Allahu akbar“-Rufen

Welt / 02.10.2016 • 22:33 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

wien. „Allahu Akbar“-Rufe und eine Bombendrohung eines, wie sich herausstellte, offenbar verwirrten, 22-Jährigen haben in der Nacht auf Sonntag einen Großeinsatz in Wien-Floridsdorf ausgelöst. Die Polizei rückte mit Diensthunden und Kräften von WEGA, Cobra und Bereitschaftseinheit aus dem Bezirk an, auch der Katastrophenzug der Berufsrettung und die Feuerwehr fuhren vorsorglich aus.

Ausgelöst hatte den Aufruhr ein 22-jähriger Ägypter, der aus einer Wohnung „arabische Parolen“ brüllte und mit einer Bombe drohte. Ein Passant hörte das, ging weiter, verständigte aber die Polizei. Als ein Streifenwagen vorfuhr, schrie der 22-Jährige noch immer und wiederholte auch die Drohung mit der Bombe.

Das Mehrparteienhaus wurde evakuiert und die anliegenden Straßen vorübergehend gesperrt. Der Verhandlungsgruppe der Polizei sei es nach Stunden gelungen, Kontakt zu dem Mann aufzunehmen. Der 22-Jährige habe freiwillig die Tür geöffnet und wurde von der Sondereinheit Cobra festgenommen.

Ein Sprengstoffexperte der Polizei durchsuchte die Wohnung, gefunden wurde nichts worauf sämtliche Sperren wieder aufgehoben wurden. Der Mann wurde aufgrund einer mutmaßlichen psychischen Erkrankung in eine Krankenanstalt gebracht.