Tote und Verletzte nach Schüssen am Flughafen

Welt / 06.01.2017 • 22:35 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Ein Mann schoss auf dem Flughafen Fort Lauderdale wild um sich. Verletzte werden von Einsatzkräften in ein Trauma-Zentrum gebracht. ap
Ein Mann schoss auf dem Flughafen Fort Lauderdale wild um sich. Verletzte werden von Einsatzkräften in ein Trauma-Zentrum gebracht. ap

Schütze in Haft. Über Hintergründe und Motive der Tat wurde zunächst nichts bekannt.

Fort Lauderdale. Auf dem Flughafen der Stadt Fort Lauderdale im US-Bundesstaat Florida wurden am Freitag mindestens fünf Menschen erschossen. Mindestens acht weitere wurden verletzt. Das teilte der Sheriff des Broward Countys mit, in dem der Flughafen liegt. Ein Verdächtiger sei in Haft. Die Polizei ging jedoch auch weiterhin unbestätigten Hinweisen nach, da angeblich nach der Festnahme weitere Projektile abgefeuert worden seien.

Wahllos um sich geschossen

Laut Twitternachricht des Flughafens – offizieller Name „Fort Lauderdale-Hollywood International Airport“ – gab es „einen Vorfall im Terminal 2“. NBC zufolge habe sich der Vorfall im Bereich der Gepäckausgabe ereignet. „Er hat wahllos um sich geschossen“, sagte ein Augenzeuge den NBC-Journalisten. Der Flughafen wurde zunächst gesperrt, zwischenzeitlich teilweise wieder freigegeben, dann wieder gesperrt.

Floridas Senator Bill Nelson gab an, dass es sich bei dem Schützen um einen 26 Jahre alten Mann handle, der einen Armeeausweis bei sich getragen habe. Die genauen Hintergründe der Tat blieben zunächst jedoch unklar.

Als einer der Ersten hatte der frühere Regierungssprecher von Präsident George W. Bush, Ari Fleischer, über Twitter von der Situation berichtet. Er befand sich zum Zeitpunkt des Vorfalls auf dem Flughafen. „Es sind Schüsse gefallen. Alle rennen weg“, schrieb er. „Alles ist jetzt wieder ruhig, aber die Polizei lässt niemanden aus dem Flughafen raus, zumindest nicht dort, wo ich gerade bin“, schrieb Fleischer weiter.

Noch-US-Präsident Barack Obama wurde offiziell von dem Vorfall unterrichtet. Der künftige Präsident Donald Trump erklärte, er beobachte die Situation. Die Bundespolizeibehörde FBI wurde inzwischen in die Ermittlungen einbezogen.