Lawinendrama: Vier Kinder lebend geborgen

20.01.2017 • 21:59 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die ersten Überlebenden wurden geborgen. Foto: AFP
Die ersten Überlebenden wurden geborgen. Foto: AFP

Retter kämpfen bei der Suche nach Vermissten gegen die Zeit.

Farindola. Mindestens vier Kinder haben das Lawinenunglück im italienischen Erdbebengebiet überlebt. Die Katastrophenhelfer zogen am Freitagabend drei Kinder aus dem verschütteten Hotel in Farindola in den Abruzzen. Zuvor hatten sie bereits einen Jungen ins Freie gebracht. Mindestens zehn Menschen hätten das schwere Unglück überlebt, sagte Zivilschutz-Chef Fabrizio Curcio am Abend in Rieti. Fünf – die vier Kinder und eine Frau – seien bereits aus dem verschütteten Hotel gerettet worden, sie waren mehr als 40 Stunden eingeschlossen. Die Rettungskräfte waren dabei, weitere fünf herauszuholen, sagte Curcio. Die Suche lief auch am Abend in Farindola weiter, hieß es bei der Feuerwehr.

Seit Freitagvormittag hatten die Einsatzkräfte nach und nach mehrere Menschen aus dem Hotel gerettet, im Laufe des Tages hatte es immer wieder widersprüchliche Angaben zur Zahl der Überlebenden und bereits Geretteten gegeben. Der Zustand der bereits im Krankenhaus in Pescara eingetroffenen Überlebenden sei gut, sagte ein Arzt. Das Glück der Überlebenden sei gewesen, dass sie nicht in direkten Kontakt mit dem kalten Schnee gekommen seien.

Dutzende Menschen wurden am Abend aber weiterhin vermisst. Der Zivilschutz hoffte auf weitere Überlebende. „Wir haben diese Hoffnung immer gehabt“, sagte Zivilschutzchefin Titti Postiglione am Freitagnachmittag. Nachdem am Vormittag die ersten Überlebenden gefunden worden waren, sei die Hoffnung gestiegen. Mehr als 130 Rettungskräfte waren laut Postiglione rund um das Hotel Rigopiano im Einsatz. Die Helfer, unter ihnen Lawinenexperten, arbeiteten unter sehr riskanten Bedingungen. Bislang haben die Behörden zwei Todesopfer in dem Hotel bestätigt.