Suche in verschüttetem Hotel geht zu Ende

25.01.2017 • 21:45 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Farindola. Eine Woche nach dem Lawinenunglück in Italien gibt es kaum mehr Hoffnung, noch Lebende in dem verschütteten Hotel im Erdbebengebiet zu finden. Zuletzt wurden nur noch Leichen aus den Trümmern geborgen. Am Mittwoch belief sich die Zahl der Toten auf 24. Fünf Menschen wurden noch vermisst. Zugleich nahm die Regierung die Retter vor immer lauter werdenden Vorwürfen in Schutz. Die juristische Untersuchung werde zeigen, ob bei dem Rettungseinsatz Fehler gemacht wurden, sagte Ministerpräsident Paolo Gentiloni. Ermittelt wird unter anderem, ob Notrufe als Lügen abgetan wurden und sich der Einsatz somit verzögerte.
„Die Regierung fürchtet sich nicht vor der Wahrheit“, sagte Gentiloni vor dem Senat in Rom. Man dürfe aber nicht vorschnell nach einem Sündenbock suchen. Die Einsatzkräfte hätten alles in ihrer Macht Stehende getan, um Leben zu retten.

Eine Lawine hatte nach einer Erdbebenserie und heftigen Schneefällen das Hotel Rigopiano in den Abruzzen am Mittwoch vor einer Woche komplett verschüttet. Elf Menschen überlebten das Unglück, neun davon konnten noch mehr als 40 Stunden später lebend geborgen werden.
Zeugenberichte legten nahe, dass erste Notrufe nicht ernst genommen worden sein könnten.