Ermordete Joggerin: DNA führt zu Fall Lucile

Welt / 26.01.2017 • 22:38 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Kufstein. Im Fall der vor drei Jahren in Kufstein getöteten 20-jährigen Studentin Lucile K. aus Frankreich gibt es eine Verbindung nach Deutschland. Am Tatort der Anfang November in Endingen getöteten 27-jährigen Joggerin wurden DNA-Fragmente gefunden, die mit den Spuren im Fall Lucile übereinstimmen, erklärte Tirols LKA-Leiter Walter Pupp.

Beide sichergestellten DNA-Spuren waren von schlechter Qualität. Die am Tatort in Kufstein gefundene DNA wurde hochgerechnet und dieses Profil dann mit den in Deutschland sichergestellten Fragmenten direkt verglichen, erläuterte Staatsanwaltschaftssprecher Hansjörg Mayr. Neben der „Leitspur“ gebe es aber auch eine Reihe anderer Umstände, die die Ermittler nicht daran zweifeln lassen, dass beide Verbrechen vom selben Täter begangen wurden.

Neben der Auswahl der Opfer und wie diese nach der Tat abgelegt wurden, sei auch auffallend, dass beide an einem Sonntag getötet wurden. Beide Opfer wurden mit massiver Gewalteinwirkung erschlagen – Lucile mit einer Eisenstange, die bei hydraulischen Hebesystemen, etwa bei Lkw-Führerkabinen, zum Einsatz kommt. „In Deutschland blieb die Tatwaffe bisher verschwunden“, so der LKA-Chef. Es dürfte sich aber auch um eine Art Eisenstange gehandelt haben. Darüber hinaus wurden beide Opfer sexuell missbraucht.

Die Ermittler ziehen in Betracht, dass es sich um einen Fernfahrer handeln könnte.