Über 300 Millionen leiden an Depressionen

Welt / 23.02.2017 • 22:38 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Washington. Die Zahl der Menschen mit Depressionen steigt weltweit rasant. Nach einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) waren 2015 rund 322 Millionen Menschen betroffen, 4,4 Prozent der Weltbevölkerung. Das waren um rund 18 Prozent mehr als zehn Jahre zuvor. Mehr Frauen als Männer sind betroffen, hieß es von der WHO weiter.

Der Anstieg sei vor allem auf das Bevölkerungswachstum zurückzuführen und die längere Lebenserwartung, da besonders ältere Menschen an der Krankheit leiden, sagte einer der Autoren der Studie, Dan Chisholm, am Donnerstag in Genf. „Depression ist heute weltweit die Hauptursache für Lebensbeeinträchtigung.“ Die WHO sieht besonderen Handlungsbedarf bei Jugendlichen, Frauen
vor und nach einer Geburt sowie bei älteren Menschen. „Die heutige Jugend steht wie keine andere Generation vor ihr unter Druck“, so Chisholm.

Bei Social Media sei noch nicht völlig klar, inwiefern sie zu Angststörungen und Depressionen beitragen können. „Wir sind besorgt“, meinte er jedoch. Lehrer und psychologische Berater an Schulen müssten besser ausgebildet sein, um gefährdete Kinder zu erkennen. „Schulen müssen mehr Lebenskompetenz vermitteln, um die Widerstandsfähigkeit der Kinder gegen Druck von außen zu stärken.“

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