Lebenslänglich nach tödlichem Autorennen

Welt / 27.02.2017 • 22:42 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Berlin. Zwei Berliner Autoraser sind für ihr tödliches Rennen mit einem aufsehenerregenden Schuldspruch wegen Mordes verurteilt worden. Das Landgericht in Berlin verhängte gegen die beiden 28 und 25 Jahre alten Männer am Montag lebenslange Freiheitsstrafen. Ihnen wurde zudem lebenslang der Führerschein entzogen. Ein Verteidiger des 28-jährigen Mannes kündigte umgehend Revision an.

In der Nacht zum 1. Februar 2016 hatten sich die beiden Männer mit ihren aufgemotzten Sportwagen auf dem Kurfürstendamm in Berlin ein Rennen geliefert und dabei mehrere rote Ampeln überfahren. Auf einer Kreuzung rammte der 28-Jährige mit 160 Stundenkilometern einen Jeep, der 72 Meter weit geschleudert wurde. Der 69 Jahre alte Fahrer starb noch im Auto.

Bei der Urteilsverkündung wirkten die Angeklagten wie erstarrt. Der 28-Jährige blieb noch während der Begründung durch die Richter minutenlang stehen und rief: „Was soll das Ganze.“ Ein Sohn des Getöteten zeigte sich hingegen erleichtert: „Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen – diese Signalwirkung war mir wichtig.“

Die Richter zeigten sich überzeugt, die Sportwagenfahrer hätten bei dem illegalen Rennen zwar niemanden vorsätzlich töten wollen, aber mögliche tödliche Folgen billigend in Kauf genommen.

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