Betrunkene setzten Dörfer unter Wasser

20.03.2017 • 21:37 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Hanoi. Dass Betrunkene gerne mal Unfug anstellen, ist hinlänglich bekannt. Das Ausmaß an Schabernack, das sich ein Trio in Vietnam ausdachte, hat aber Seltenheitswert. Aus einer Schnapslaune heraus haben die drei Männer zwei ganze Dörfer unter Wasser gesetzt. Die Aktion ging allerdings relativ glimpflich aus, es kam niemand zu Schaden.

Die betrunkenen Männer drangen nach Angaben der Polizei morgens um 2 Uhr in den Kontrollraum eines Staudamms ein und öffneten dort ein Ventil.

Auf die beiden Dörfer Son Nguyen und Suoi Bac im Süden des südostasiatischen Landes ergossen sich daraufhin insgesamt zwei Millionen Kubikmeter Wasser. Durch die Fluten wurden unter anderem 15 Tonnen Zuckerrohr vernichtet, wie die vietnamesische Nachrichtenagentur VNA am Montag berichtete. Der Sachschaden wird auf umgerechnet mehr als 12.500 Euro geschätzt.

Nach Angaben der Bezirksverwaltung ist noch nicht klar, wie die drei Männer für den Vorfall, der sich bereits am Mittwoch vergangener Woche ereignete, zur Rechenschaft gezogen werden. Möglicherweise kommen sie vor Gericht, vielleicht kommen sie auch mit einer Schadenersatzforderung davon. Einstweilen müssen sie sich allerdings der Polizei für weitere Ermittlungen zur Verfügung halten.