Wasser wird zukünftig in vielen Ländern knapper

21.03.2017 • 21:51 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Ein Mädchen holt Wasser bei einem Wassersammelpunkt im Südsudan. In Afrika sind die Wasserressourcen in vielen Gebieten übernutzt.  Foto: AFP
Ein Mädchen holt Wasser bei einem Wassersammelpunkt im Südsudan. In Afrika sind die Wasserressourcen in vielen Gebieten übernutzt. Foto: AFP

Heute, Mittwoch ist Weltwassertag. Der WWF warnt vor einer Verschärfung der globalen Wasserkrise.

Wien. Die Österreicher sind in einer luxuriösen Lage, meist ohne sich dessen bewusst zu sein: Hahn auf, klares Wasser fließt. Doch Umweltschutzorganisationen warnen: Mit Wasser so sorglos umzugehen wie bisher, sei der falsche Weg. Der WWF warnt vor einer Verschärfung der globalen Wasserkrise. Die Lage werde sich bis zum Jahr 2030 durch den Klimawandel sowie das Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum weiter zuspitzen.

Entwicklungs- und Schwellenländer stehen vor einer doppelten Herausforderung, aber auch Regionen in Europa und den USA sind betroffen, heißt es in einer WWF-Analyse anlässlich des Weltwassertags am heutigen 22. März. „Die Süßwasserressourcen werden in Zukunft am stärksten in Gebieten beansprucht, in denen die Bevölkerung ansteigt, die Wirtschaft boomt und der Klimawandel besonders heftig zuschlägt. Dies kann ganze Regionen destabilisieren“, warnte Philip Wagnitz, Referent für Süßwasser beim WWF Deutschland. Dürren oder eine unzureichende Wasserversorgung stehen oft am Anfang von Konflikten und Fluchtbewegungen, betonte die Organisation.

Vor allem in Afrika, dem Nahen Osten, Nordchina und auf dem indischen Subkontinent sind die Wasserressourcen in vielen Gebieten jetzt schon übernutzt. Ohne Gegenmaßnahmen wird es laut WWF zu verheerenden Folgen für Mensch und Natur kommen. Auch einige Regionen in Industrienationen weisen in der Analyse die höchste Risikostufe auf. Dazu zählen Südspanien, Teile der USA oder Australiens.

Sauberes Trinkwasser fehlt

In den vergangenen 100 Jahren sind weltweit bereits mehr als 50 Prozent der Feuchtgebiete verschwunden, warnte die Naturschutzorganisation. 1,8 Milliarden Menschen fehlt es an sauberem Trinkwasser, betonte auch die Austrian Development Agency in einer Aussendung.