Papst erkennt Wunder von Fatima-Sehern an

Welt / 23.03.2017 • 22:47 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Rom. Der Papst hat am Donnerstag das Dekret zur Anerkennung eines Wunders erlassen, das auf die beiden Seher von Fatima, die Geschwister Francisco und Jacinta zurückzuführen sei. Gerechnet wird, dass die beiden portugiesischen Hirtenkinder am 13. Mai anlässlich des Besuchs von Franziskus in Fatima heiliggesprochen werden.

Laut Medienberichten will Franziskus ein sogenanntes Ordentliches Konsistorium in der zweiten April-Hälfte einberufen. Dieses soll sich für die Heiligsprechung von Francisco und Jacinta Marto aussprechen, die 1919 bzw. 1920 im Kindesalter verstorben waren. Am 13. Mai 1917 sowie mehrmals in den folgenden Monaten soll die Gottesmutter Maria den Hirtenkindern Francisco und Jacinta Marto und ihrer Cousine Lucia dos Santos erschienen sein. Sie soll unter anderem das baldige Ende des Ersten Weltkriegs prophezeit und zur Bekehrung aufgerufen haben. Andernfalls würde ein noch schlimmerer Krieg kommen. 1930 wurden die Erscheinungen durch den Bischof von Leiria als glaubwürdig anerkannt.

Francisco und Jacinta wurden im Jahr 2000 von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen. Die dritte Seherin, Lucia, die als einzige der drei das Erwachsenenalter erreichte und Ordensfrau wurde, starb erst 2005 im Alter von 98 Jahren. Für sie rückt eine Seligsprechung näher.