Kolumbiens Präsident verspricht rasche Hilfe

03.04.2017 • 20:39 Uhr / 1 Minuten Lesezeit
Ein junger Mann zwischen den Schlamm-Ruinen in Mocoa. Den Bewohnern soll nun geholfen werden. Foto:Reuters
Ein junger Mann zwischen den Schlamm-Ruinen in Mocoa. Den Bewohnern soll nun geholfen werden. Foto:Reuters

Mocoa. Nach den verheerenden Schlammlawinen im kolumbianischen Ort Mocoa mit über 250 Toten werden noch rund 200 Menschen vermisst. „Mocoa wird besser dastehen als zuvor“, kündigte Präsident Juan Manuel Santos eine Offensive zum Wiederaufbau an. Er teilte mit, dass bisher 254 Tote zu beklagen seien, darunter 60 Kinder. Noch völlig von den Rettungsarbeiten gezeichnete Bewohner trugen auf Bahren die Leichen zum Friedhof. Wegen der nun herrschenden Hitze sind schnelle Beerdigungen wichtig, um den Ausbruch von Seuchen zu verhindern.

Santos teilte mit, die Regierung komme für alle Beerdigungskosten auf. Jede Familie bekomme zudem eine Hilfe von etwa 6000 Euro. Sogar die Farc-Guerilla, die derzeit in 26 „Friedenscamps“ unter UN-Kontrolle die Waffen abgibt, bot ihre Hilfe an. Mocoa liegt in der Nähe der Grenze zu Ecuador.